dringendes grosses Problem

#1 von Down , 13.04.2011 21:40

Hallo,

Ich brauch mal einen Rat, weil ich nicht mehr weiss, was ich tun soll.

Ich habe eigentlich einen gutbezahlten Beruf gelernt. Bin wegen einem schweren Trauma seit 1,5 Jahren krank. Und bekomme bloss eine kleine private BU Rente.
Versehntlich hat die Krankenkasse weitergezahlt letztes Jahr als die BU zahlte. Und nun wollen die bis zum 28.4. 19500 Euro zurueck.
Ich hatte schon seit letztem Dezember deswegen eine Anwaeltin eingeschaltet, die konnte aber nichts erreichen. Eine Ratenzahlung lehnt die Private Krankenkasse ab. Und wenn ich jetzt nicht zahle, leiten die Mahn- und Vollzugsprozess ein.

Bei der Bank war ich, wegen dem Kranksein bekomme ich keinen Kredit. Habe auf der Ratingskala eine 7 und brauche eine 6 fuer einen Kredit. Dabei kann ich im Monat 100 Euro abzahlen.

Hab riesenangst dass ich auf der Strasse lande. Muss von der BU meine Therapiekosten, die Betreuerin (nicht gesetzlich) bezahlen. Und habe Angst dass mir das nicht mehr bleibt, wenn die pfaenden oder so.

Ich weiss gar nicht, was da auf mich zukommt und was ich noch tun kann.

Zu allem Uebel muss ich eigentlich auch in eine psychiatrische Klnik wegen Instabilitaet.

Hat jemand einen Rat ? Es ist schon dringend.

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RE: dringendes grosses Problem

#2 von rantanwolf , 14.04.2011 14:09

Hallo Down,
wenn Sie (gerichtlich plausibel) nicht erkennen konnten, dass Sie die Gelder zu unrecht erhalten haben würde sich eine Klage lohnen. Allerdings gehe ich davon aus, dass dies die Anwältin schon abgeklopft hat und die Chance das ein Gericht der Argumentation folgt ist gering.

Wie hoch ist die Renten-Leistung? Wenn ich Sie richtig verstehe ist es eine private BU-Rente? Haben Sie Unterhaltpflichte Angehörige (Ehepartner oder Kinder)?

Sollten keine pfändbaren Beträge vorhanden sein, was bei der rechtlichen Sonderstellung der BU-Rente durchaus sein kann, dann kann sich entweder ein Insolvenzverfahren oder eine Vergleichsverhandlung lohnen.

Bitte beantworten Sie mir doch zuerst die obigen Fragen.

Grüsse
Rantanwolf


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RE: dringendes grosses Problem

#3 von Down , 15.04.2011 00:21

Also die Krankenkasse und die BU haben sich untereinander von ihren Zahlungen informiert noch bevor ich informiert wurde. Aber weil die in 2 Haeusern sitzen, meinte die Anwaeltin mit einer Klage wuerden wir verlieren. Die Anwaeltin rief heute an, dass da nix zu machen. Allerdings war der das auch ziemlich egal und die findet den Gerichtsvollzieher nicht schlimm.

Die BU betraegt 2206 Euro. Unterhaltspflichtige Kinder / Ehegatten hab ich nicht. Weil ich Krankenkasse, Betreuerin und Therapiekosten komplett selbst zahlen muss, zahlt meine Mutter noch ca. 700 Euro im Monat an mich.

Danke schon mal fuer die Info
Die Down

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RE: dringendes grosses Problem

#4 von rantanwolf , 15.04.2011 14:28

Hallo,
aus der Ferne teile ich die Einschätzung der Rechtsanwältin.
Grundsätzlich wäre bei einem Einkommen von € 2.208 ein pfändbarer Betrag nach der ZPO von 850 € zu leisten. Allerdings muss in Ihrem Fall zumindest die Krankenkasse in Abzug gebracht werden. Andere medizinisch notwendigen Ausgaben können nur auf Antrag beim zuständigen Vollstreckungsgericht freigegeben werden. Risikoreich ist aber hier, dass die Krankenkassen nicht den gerichtlichen Weg einschlagen müssen um Ihre Forderung durch zu setzen, diese können aufgrund Ihrer Rechtsstellung selbst Titutlierungen und Pfändungen aussprechen. Der Rechtsweg führt dann meist über das Verwaltungsgericht.
Im Vorfeld können Sie nur verhandeln, bzw. sich dringend an einen kompetenten Schuldnerberater wenden um Zwangsmassnahmen zu vermeiden. Insbesondere sollte der Betreuer, so Sie ihn schon bezahlen in dieser Hinsicht auch weiterhelfen können.

Grüsse
Rantanwolf


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