Hallo,
ich habe mich hier angemeldet, weil ich durch meinen neuen Partner, mit dem ich jetzt seit 10 Monaten zusammen bin, erstmalig mit richtigen Schulden und den Konsequenzen dadurch in Kontakt gekommen bin. Er hat ca. 15 verschiedene Gläubiger, Gesamtforderung ca. € 35000,-, und bereits Lohnpfändung und lebt so schon einige Jahre mehr schlecht als recht aber ohne Aussicht auf ein Ende. Für mich ist so eine Situation völlig neu und unvorstellbar.
Er ist ein herzensguter Mensch und immer hilfsbereit, darum will ich ihm helfen und bin mit ihm bei der Schuldenberatung gewesen. Mir ist seither klar, es wird ihm wohl nichts anderes als die Insolvenz bleiben, sonst zahlt er in 20 Jahren als Rentner noch die Zinsen ab. Ich denke, da er erst 41 Jahre ist, kann er nach der Inso endlich sorgenfrei leben. Ihm fällt diese Einsicht noch sehr schwer, und er kann sich bisher nicht entscheiden. Ich möchte ihn aber auch nicht zur Inso drängen. Aber so wie es jetzt läuft, ist das auf Dauer für mich kein Zustand.
Um Ausgaben zu senken, wäre naheliegend, das wir zusammen ziehen. Das wollte ich aber noch nicht überstürzen, weil mir auch lieber wäre, seine Situation ist weitestgehend geregelt. Wenn er aber in die Inso geht und wir dann erst eine Wohnung zusammen nehmen, würde lt. Schuldenberaterin die Kaution seiner Wohnung vom Treuhänder eingefordert. Dann müsste ich die Kaution alleine stellen. Ist das so zu verstehen? Wie ist es dann überhaupt mit meinen Möbeln usw. Muss ich alles mit Rechnungen belegen, und was wenn ich die nicht mehr habe.
Er wohnt noch in der 4 Zimmer Wohnung (Miete € 570,- warm, Kaution € 1000,-) die er mit seiner Frau bewohnte, kommt für mich daher nicht in Frage, das ich dort einziehe. Oder ist es generell ratsamer, das er sich lieber eine eigene Wohnung sucht? Viel einsparen lässt sich dadurch ja leider nicht.
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, was der bessere Weg ist. Mir graut nicht so sehr vor der Inso, denn jetzt bleibt auch nicht viel mehr Geld übrig, die Zeit geht auch vorbei und gemeinsam schafft man es vielleicht leichter. Aber bevor hier wieder was schief läuft, wollte ich doch mal andere Meinungen hören. Er hatte nämlich vor drei Monaten von seinem Vater das alte Auto geschenkt bekommen, wert ca. € 5000,-. Sein Vater hat zwar den FZ-Brief behalten damit es nicht verkauft werden kann (würde mein Freund nie machen, ist total happy endlich ein gescheites Auto zu haben) aber es wurde auf seinen Sohn zugelassen. Jetzt in die Inso und das Auto ist futsch, da es nunmal ein Vermögen darstellt.
Viel zu lesen, ich hoffe es hat jemand einen guten Rat.
Danke schonmal