Brief ans Inkassounternehmen weil unpfändbar

#1 von notsobad , 04.11.2011 15:41

Hallo,
ich bin Studentin und weil es bei meiner Bank wo ich einen Studentenkredit habe, eine grundsätzliche Umstellung gab, wurde aus vielerlei falscher Gründe 'versehentlich' mein Kredit gekündigt und an ein Inkasso-Unternehmen weitergegeben.
Wie es aussieht, ist das letzte Wort in der Sache - laut meiner Bankberaterin - noch nicht gesprochen, aber sie sagt auch, dass es sehr schwer ist, so ein laufendes Verfahren aufzuhalten.
Natürlich bin ich kurz vor dem verzweifeln, denn neben den 100€ die ich ab sofort monatlich zurückzahlen soll, habe ich nun auch einen negativen Schufa-Eintrag. Über die genauen Konsequenzen bin ich mir glaube ich nur zu einem Teil wirklich bewusst...Nun ja, nicht abschweifen - weiter im Text.
Ich habe bei einer Schuldnerberatungsstelle angerufen und die Dame sagte mir, ich soll mich hier an dieses Forum melden. Sie sagte außerdem, dass ich an das Inkasso-Unternehmen einen Brief schreiben soll, indem ich mich als unpfändbar betitle. Aber was genau schreibe ich drumherum? Ich neige leider oft zur Emotionalität und hab daher ein wenig Angst, dass ich nicht die richtigen Sätze wähle :)
Soll ich ebenso eine Auflistung meiner Ein- und Auskünfte beilegen? Ich habe einen festen 400€-Job (ich habe bereits eine Kopie der Verdienstbescheinigung gemacht, in der ich meine Kontodaten und die Daten des Arbeitgebers geschwärzt habe). Dazu kommen noch ab und an 200-400€ aus einer freien Tätigkeit als Textern. Da das aber von der Auftragslage abhängt, kann ich das schlecht belegen.

Kann mir hier jemand bei der Formulierung des Briefes helfen? So schnell wie möglich wäre natürlich herausragend, da ich die erste Zahlung bis zum 15.11. leisten soll. Aber wie gesagt, ich liege mit meinem Mini-Job mehr als weit unter der Pfändungsgrenze.

Oh man, ich hoffe, dass ich nicht zu viel geschrieben habe...und bedanke mich schon jetzt und hier im Voraus - Danke!

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RE: Brief ans Inkassounternehmen weil unpfändbar

#2 von rantanwolf , 09.11.2011 14:14

Hallo Notsobad,
entschuldige die späte Rückmeldung, zuerst hätte ich noch einige Fragen.
gibt es neben dem Studentenkredit noch weitere Verbindlichkeiten? Wie hoch ist der gesamte, fälliggestellte Betrag?
Was für Umstellungen gab es bei der Bank?
Liegt dein monatliches Einkommen bei 600€??? So verstehe ich die Mail.

Der erste Ansatzpunkt wäre zu prüfen, ob die Kündigung rechtmäßig war. Dies ist allerdings meistens gegeben, allerdings wäre schon interessant was die Bank in der Kündigung geschrieben hat. Gab es vielleicht unregelmässige Zahlungen? Wie wurde der Kredit vorher zurückgeführt?

Der zweite Ansatzpunkt ist die Angelgenheit aus der Welt zu schaffen, mit einem Vergleich oder Insolvenzantrag. Dies hängt von der Höhe der gesamten Schulden, bzw. pfändbarem Einkommen ab. Solltest Du unter 1.029,99 €/Monat an Einkommen haben solltest Du nichts zurückleisten.
Sollte die Banke der einzigste Gläubiger sein, sehe ich gute Chancen auf eine Einigung, sollten wirklich Fehler bei der Bank liegen könnte über eine Zinsstop verhandelt werden.

Grüße
Wolf


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